November 8, 2021

Pyramiden in Leipzig

Leipzig 28.10-31.10.2021

28.10.2021

Ich liebe es neue Sachen zu entdecken bzw. zu sehen, wo manch andere nie hinkommen würden. Auf der Entdeckungstour begleitete mich meine Oma aus Leipzig. Obwohl sie schon seit vielen Jahren hier lebt, erstaunt es sie immer wieder neue Ecken von Leipzig, mit mir gemeinsam zu erkunden. Zu zweit macht es gleich viel mehr Spaß!

Es gibt eine Seite im Internet:

(https://www.komoot.de/plan/@51.3391827,12.3810549,13.000z?sport=mtb)

wo man besondere/neue Ausflugsziele erkunden und entdecken kann. Ich finde sie sehr hilfreich.

So machten wir uns zu unserem ersten Ziel auf. Es ging zur "Gletschersteinpyramide". Sie ist in der Nähe vom Völkerschlachtdenkmal. Einfach zu erreichen. Eine wunderschöne Gegend mit vielen Villen. Die Pyramide liegt inmitten eines Parks.

An der Pyramide wurde eine Tafel festgemacht worauf steht:

"In der um Jahrtausende zurückliegenden Eiszeit haben die gewaltigen Gletscher Skandinaviens ihre südlichen Ausläufer bis in diese Gegend erstreckt und zahlreiche Steine aus Schweden mit sich geführt und hier abgelagert. Aus solchen Steinen ist im Jahre 1903 von DER ALLGEMEINEN DEUTSCHEN CREDIT-ANSTALT UND DER LEIPZIGER IMMOBILIEN GESELLSCHAFT IN LEIPZIG in deren Feldern sie zerstreut eingebettet lagen dies Denkmal hier am Fundort errichtet worden. Das Denkmal steht im Schutz edler Menschen."

Nachdem wir im Park gepicknickt und Kastanien gesammelt haben, machten wir uns nach Schönefeld auf.

Wir sind zunächst zum Schloss Schönfeld gelaufen, eine wunderschöne Anlage. Obwohl es in unmittelbarer Nähe zur Stadt angrenzt, ist es sehr ruhig gelegen. Im Eingangstor befinden sich Bilder rund um das Schloss mit seiner Geschichte. Um es abzukürzen, gab es eine Baronesse namens Clara Hedwig von Eberstein, sie war die letzte Schlossherrin von Schönefeld. Da sie kinder- und ehelos war, gab sie am 25.04.1881 in ihrem Testament an, dass all ihr Vermögen in die Einrichtung einfließen soll.  Am 10.10.1900 verstirbt die Baronesse, sie wird unter der von ihr errichteten Grabpyramide am 13.10.1900 beigesetzt. Die Grabpyramide befindet sich neben der Gedächtniskirche. Sie lies sie 1883 erbauen.

Am 02.11.1902 erfolgte die Eröffnung der Mariannenstiftung und die ersten Stiftsdamen bewohnten fortan das Schloss. Es war der Wille der Baronesse, dass das Schloss als Stätte für Menschen die auf Hilfe angewiesen sind und diese im Dienst gemeinnütziger Zwecke gestellt wurde.

Heutzutage wird das Konzept von damals umgesetzt. Menschen mit Behinderung bzw. einem hohen Schweregrad erhalten Hilfe, durch eine Kita, Förderschule, Wohnstätte, Wohngruppe, päd. Tagesbetreuung, Pflege-&Betreuungsdienst bzw. einer Schulbegleitung.

Gedächtniskirche, rechts die Grabpyramide

Nachdem Schlossbesuch mussten wir einfach die "Grabpyramide" allein durch die Vorgeschichte sehen. Wir kamen anfangs wegen der Gedächtniskirche, da Clara Wieck und Robert Schumann in der Kirche geheiratet haben und das allein schon spannend fanden. Aber durch die Geschichte mit der Baronesse mussten wir einfach die Pyramide nocheinaml live sehen. Wir kamen nicht ganz ran, dennoch sahen wir eine gewaltige Granitsteinpyramide in einem geheimen Garten. Ein Tor verriegelte uns den Zugang zur Pyramide. Wir staunten vor Freude. Die Kirche war leider geschlossen, dennoch haben wir einiges nur an einem Tag erlebt. Was für eine Tour.


29.10.2021

Unser heutiges Ausflugsziel war eine Parkanlage, nämlich der "Palmengarten".

Wir hatten einen wunderbaren Tag erwischt. Die Sonne schien, gelbe, rote, orangene Herbstblätter tanzten, einfach ein herrliches Herbstwetter. Wir kamen an einem wunderschönen Weidebaum vorbei, am Teich gelegen, wo ein Mann saß und ein Buch las. Wir sahen Enten auf dem Teich schwimmen. Gegenüber, am anderen Ende des Teiches befand sich ein Pavillon, da mussten wir hin!

"Gerhardscher Pavillon"

So ging es weiter in den nächsten Park wo der "Gerhardscher Pavillon" steht. Er ist leider nicht mehr so schön, da er sehr beschmiert worden ist. Nach dem Pavillon kamen wir auf die "Sachsenbrücke". Eine riesige und sehr breite Brücke. Mit einer herrlichen Aussicht auf den Clara-Zetkin-Park sowie auf das Elsterflutbett.

"Sachsenbrücke"
"Glücksbaum"

Nach der Brücke linker Hand steht eine alte Rosskastanie mit Zetteln daran befestigt, wo Wünsche, Erinnerungen geäußert werden, aber auch Fotos, CDs, Masken etc. Es ist der "Glücksbaum". Menschen von überall wollen darauf aufmerksam machen wie wichtig es ist an Wünschen, Hoffnungen festzuhalten. Als ich dieses Projekt sah musste ich sofort an die Girlande der Schande denken auch ein wunderbares Projekt.

Wir legten beim Inselteich einen Stopp ein. Saßen auf einer Bank und machten Picknick. Ein herrlicher Herbsttag. Viele Menschen waren draußen spazieren bzw. Fahrradfahren. Wir gingen vor bis zur Anton-Bruckner-Allee, wo sich ein riesiges Becken befindet mit einer Schwimmfontäne, ich wollte gleich rein springen. Nach dieser langen Wanderung, waren wir geschafft. Wir legten unsere Beine hoch und machten uns einen gemütlichen Abend.


31.10.2021

Heute ist Halloween, in der Kirche wird heute Reformationstag gefeiert zu Gedenken an Martin Luther. Außerdem werden heute 4 neue Glocken in der Thomaskirche eingeweiht. Wir aber haben einen anderen Plan um diesen Tag zu feiern bzw. zu genießen. Wir hatten beschlossen zum "Bismarckturm" der bei Lützschena-Stahmeln steht zu besuchen. Nach 1 Stunde Straßenbahnfahren kamen wir außerhalb von Leipzig an. Wir hatten gemerkt das es immer ländlicher wird. Als wir ausstiegen, sahen wir bereits den Turm. Eine sehr lange Lindenallee wies uns zum Turm. Als wir davor standen war es gewaltig riesig, von weiten sah er so klein aus. Wir fanden einen Weg um hinauf zu klettern. Als wir oben ankamen, hatte man eine herrliche Aussicht auf Leipzig, Schkeuditz und Lützschena. Wir konnten sogar das Völkerschlachtdenkmal, sowie den Uniriesen sehen. Rechts neben dem Eingang hängt eine Tafel, worauf vermerkt ist, das der Bismarckturm 1914 erbaut worden sei und 1915 eingeweiht wurden ist. Er ist 30,75m hoch und es führen 124 Stufen hinauf.

Eine gute Freundin meiner Oma sagte uns, wenn wir dort sind sollten wir zum "Gasthof zur Landesgrenze" einkehren. Sie haben sehr gutes Essen und einen rießigen Festsaal den wir uns mal anschauen sollten. Als wir ankamen, war der Gasthof leider geschlossen. Nichtsdestotrotz fanden wir es spannend diesen mal von außen gesehen zu haben. Der Gasthof existiert bereits seit 1618, 2018 wurde sein 400-jähriges Bestehen gefeiert. Somit endete unsere letzte Reise, wir hatten noch einige Pläne vor was wir uns anschauen wollten, aber diese können wir ein ander mal erleben.